Zahngesundheit und Allgemeinerkrankungen: Diabetes, Herz, Medikamente
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Ihre allgemeine Gesundheit und Ihr Mund beeinflussen sich gegenseitig. Diabetes und Parodontitis stehen in einer Wechselbeziehung: Menschen mit Diabetes und Parodontitis haben einen höheren HbA1c-Wert als Menschen mit gesundem Zahnfleisch, und die Behandlung der Parodontitis senkte den HbA1c nach 3 Monaten um 0,27–0,48 %[1]. Blutverdünner erhöhen die Blutungsneigung bei Zahnbehandlungen[3], knochenstärkende Medikamente bergen ein seltenes Risiko einer Kiefernekrose[5], und viele Medikamente trocknen den Mund aus, was das Kariesrisiko erhöht[7]. Nennen Sie Ihrem Zahnarzt jede Erkrankung und jedes Medikament. In der Ulubey Dental Clinic halten wir in diesen Fällen vor chirurgischen Eingriffen Rücksprache mit Ihrem Arzt.
- 1. Warum Ihre Erkrankungen für Ihren Zahnarzt wichtig sind
- 2. Diabetes und Parodontitis: eine Wechselbeziehung
- 3. Herzerkrankungen und Zahnbehandlung
- 4. Blutverdünner und Zahnbehandlung
- 5. Osteoporose- und Krebsmedikamente: Bisphosphonate und Denosumab
- 6. Medikamente, die den Mund austrocknen
- 7. Schwangerschaft
- 8. Was wir behandeln und was wir überweisen
- 9. Wann Sie bald zum Zahnarzt sollten
- 10. Häufig gestellte Fragen
- 11. Quellen
Warum Ihre Erkrankungen für Ihren Zahnarzt wichtig sind
Viele Erkrankungen und Medikamente verändern, wie der Mund heilt, blutet oder Infektionen abwehrt, und manche Zahnprobleme wirken auf die allgemeine Gesundheit zurück. Deshalb fragt ein Zahnarzt vor der Behandlungsplanung nach Ihrer vollständigen Krankengeschichte. Nennen Sie uns jede Erkrankung und jedes Medikament, auch nicht verschreibungspflichtige und pflanzliche Präparate[3], selbst wenn sie mit Ihren Zähnen nichts zu tun zu haben scheinen.
| Erkrankung oder Medikament | Wirkung auf den Mund | Was Sie Ihrem Zahnarzt sagen sollten |
|---|---|---|
| Diabetes | Wechselbeziehung mit Parodontitis[1]; anhaltende Mundtrockenheit[7] | Typ, Medikamente, aktueller HbA1c-Wert |
| Herzerkrankungen | Einige Erkrankungen mit hohem Risiko erfordern vor bestimmten Eingriffen einen Antibiotikaschutz[2] | Diagnose, Herzklappen- oder andere Herzoperation, Medikamente |
| Blutverdünner | Leichteres und längeres Bluten[3] | Welches Medikament; INR-Werte bei Warfarin[3] |
| Bisphosphonate, Denosumab | Seltene medikamentenassoziierte Kiefernekrose (MRONJ)[5][6] | Name, Tablette oder Infusion, seit wann und warum |
| Medikamente, die den Mund austrocknen; Krebsbehandlung | Mundtrockenheit und mehr Karies[7] | Vollständige Medikamentenliste; eine Strahlen- oder Chemotherapie |
Quellen wie in den einzelnen Zellen angegeben. Sie dürfen diese Tabelle mit einem Link auf diese Seite zitieren.
Diabetes und Parodontitis: eine Wechselbeziehung
Diabetes und Parodontitis (fortgeschrittene Zahnfleischerkrankung) hängen in beide Richtungen zusammen. Ein gemeinsamer Konsens der International Diabetes Federation und der European Federation of Periodontology fand starke Evidenz dafür, dass Menschen mit Parodontitis ein erhöhtes Risiko für Störungen des Blutzuckerstoffwechsels und Insulinresistenz haben, dass Menschen mit Diabetes und Parodontitis signifikant höhere HbA1c-Werte haben als Menschen mit gesundem Zahnfleisch und dass Parodontitis mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, an Typ-2-Diabetes zu erkranken[1].
Die gute Nachricht gilt ebenso in beide Richtungen: Die Parodontitisbehandlung ist bei Menschen mit Diabetes sicher und wirksam und war nach 3 Monaten mit einer Senkung des HbA1c um 0,27–0,48 % verbunden, auch wenn die Langzeitdaten nicht eindeutig sind[1]. Anhaltende Mundtrockenheit kann ebenfalls mit Diabetes zusammenhängen[7].
- Wenn Sie Diabetes haben: Lassen Sie Ihr Zahnfleisch regelmäßig kontrollieren und nennen Sie Ihrem Zahnarzt Ihren aktuellen HbA1c-Wert.
- Wenn Sie eine Zahnfleischerkrankung haben: Die Behandlung hilft Ihrem Mund und kann die Blutzuckereinstellung unterstützen; sagen Sie es auch Ihrem Arzt.
In unserer Klinik: Vor jeder Implantation bestimmen wir den HbA1c zusammen mit anderen routinemäßigen Blutwerten, auch wenn keine Erkrankung bekannt ist, und diese Untersuchungen haben schon oft einen erhöhten HbA1c-Wert aufgedeckt, von dem der Patient nichts wusste. Ob Sie mit Diabetes Implantate bekommen können und welche HbA1c-Grenzen wir einhalten, erklärt unser Ratgeber zu den Voraussetzungen für Zahnimplantate.
Herzerkrankungen und Zahnbehandlung
Für die meisten Herzpatienten ist eine übliche Zahnbehandlung sicher, und eine gute Mundgesundheit ist wichtig. Die American Heart Association hat die Evidenz 2021 überprüft und empfiehlt eine Antibiotikaprophylaxe vor zahnärztlichen Eingriffen weiterhin nur für die Patientengruppen mit dem höchsten Risiko eines ungünstigen Verlaufs einer infektiösen Endokarditis; zugleich betont sie die entscheidende Rolle einer guten Mundgesundheit und eines regelmäßigen Zugangs zur Zahnbehandlung für alle[2]. Ihr Kardiologe weiß, ob Sie zu einer dieser Gruppen gehören.
Eine Übersichtsarbeit zu Implantaten bei älteren Patienten fand, dass die Überlebensrate von Implantaten bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ähnlich oder höher sein kann als bei gesunden Patienten[8]. Viele Herzpatienten nehmen außerdem Blutverdünner ein; darum geht es im nächsten Abschnitt.
In unserer Klinik: Patienten, die eine Prophylaxe benötigen, erhalten vor dem Eingriff ein vorbeugendes Antibiotikum. Informieren Sie uns über Herzklappenersatz, eine frühere Endokarditis oder Herzoperationen.
Blutverdünner und Zahnbehandlung
Gerinnungshemmer und Thrombozytenaggregationshemmer helfen, gefährliche Blutgerinnsel zu verhindern, führen aber auch dazu, dass Sie leichter und länger bluten, zum Beispiel nach einer Zahnentfernung[3]. Das Scottish Dental Clinical Effectiveness Programme (SDCEP) rät Patienten:
- dem Zahnarzt zu sagen, welchen Gerinnungshemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer sie einnehmen, und bei Warfarin die INR-Werte vorzulegen[3];
- dem Zahnarzt alle anderen Medikamente zu nennen, weil Acetylsalicylsäure (ASS) und andere entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen und Diclofenac stärkere Blutungen verursachen können[3];
- die Zähne wie gewohnt weiter zu reinigen, weil gesundes Zahnfleisch weniger blutet[3];
- das Medikament für eine Zahnbehandlung nicht zu ändern, solange ihr Arzt, Facharzt oder Zahnarzt es ihnen nicht sagt[3].
Zur Schmerzlinderung nach der Behandlung rät SDCEP Patienten, die Gerinnungshemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer einnehmen, Paracetamol nach Packungsangabe zu verwenden, wenn sie es vertragen, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie ASS, Ibuprofen oder Diclofenac oder Medikamente, die diese enthalten, zu meiden und den Zahnarzt um Rat zu fragen, wenn Paracetamol nicht möglich ist oder nicht ausreicht[4]. Unsere üblichen Schmerzmittel sind entzündungshemmende Mittel; informieren Sie uns deshalb vor dem Eingriff über Ihren Blutverdünner, damit der Zahnarzt Ihr Schmerzmittel entsprechend auswählt.
Beginnt es nach der Behandlung wieder zu bluten, drücken oder beißen Sie 30 Minuten auf ein gefaltetes, sauberes, feuchtes Taschentuch oder einen Tupfer; hört die Blutung dann nicht auf, wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt[4].
In unserer Klinik: Wofür das Medikament eingenommen wird, spielt eine Rolle. Vor chirurgischen Eingriffen halten wir Rücksprache mit dem Arzt, der es verordnet hat, und handeln erst nach seiner Zustimmung; der Arzt gibt den Eingriff frei oder passt die Medikation bei Bedarf an.
Osteoporose- und Krebsmedikamente: Bisphosphonate und Denosumab
Bisphosphonate und Denosumab werden bei Osteoporose und bei manchen Krebserkrankungen eingesetzt. Sie sind mit einer seltenen Nebenwirkung verbunden, der medikamentenassoziierten Kiefernekrose (MRONJ), bei der ein Teil des Kieferknochens freiliegt[5].
- Osteoporose: SDCEP gibt das Risiko mit 1 zu 1.000 bis 1 zu 10.000 an. Bei den meisten üblichen Behandlungen ist es sehr gering bis nicht vorhanden; bei Behandlungen, die den Knochen betreffen, etwa einer Zahnentfernung oder Implantaten, ist es höher, gilt aber weiterhin als gering[5].
- Krebs: Bei antiresorptiven Medikamenten, die wegen einer Krebserkrankung eingenommen werden, liegt das Risiko typischerweise unter 1 zu 20[6].
- Setzen Sie das Medikament nicht selbst ab: Der medizinische Nutzen überwiegt die Risiken wahrscheinlich bei Weitem[5].
- Wenden Sie sich bald an einen Zahnarzt, wenn Sie Kribbeln, Taubheit oder ein Schweregefühl im Kiefer, Kieferschmerzen oder einen schlechten Geschmack, eine Schwellung, Eiter, lockere Zähne oder freiliegenden Knochen bemerken[5].
In unserer Klinik: Patienten, die Bisphosphonate einnehmen, schicken wir zuerst zur Rücksprache zu ihrem eigenen Arzt. Wurde ein Bisphosphonat als Infusion (intravenös) gegeben, führen wir bis zu 5 Jahre lang keine chirurgischen Eingriffe im Mund durch. Regelmäßige Kontrolltermine und eine gute Reinigung verringern die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt ein chirurgischer Eingriff nötig wird[5].
Medikamente, die den Mund austrocknen
Medikamente gehören zu den Hauptursachen eines trockenen Mundes; der NHS rät, in der Packungsbeilage nachzusehen, ob Mundtrockenheit als Nebenwirkung aufgeführt ist[7]. Weitere Ursachen sind Flüssigkeitsmangel, Mundatmung in der Nacht, Angst, eine Krebsbehandlung (Strahlen- oder Chemotherapie) und Mundsoor; ein trockener Mund, der nicht verschwindet, kann durch eine Erkrankung wie Diabetes oder das Sjögren-Syndrom verursacht sein[7].
Speichel schützt die Zähne; mit einem trockenen Mund bekommen Sie deshalb leichter Karies[7]. Selbsthilfe-Tipps des NHS[7]:
- über den Tag regelmäßig kleine Schlucke kaltes Wasser trinken und Wasser neben das Bett stellen;
- zuckerfreien Kaugummi kauen oder zuckerfreie Bonbons lutschen;
- zweimal täglich die Zähne putzen und eine alkoholfreie Mundspülung verwenden;
- weniger Alkohol, Koffein, kohlensäurehaltige Getränke und zuckerhaltige oder saure Speisen zu sich nehmen und nicht rauchen;
- ein verordnetes Medikament nicht ohne ärztlichen Rat absetzen, auch wenn Sie es für die Ursache halten.
Der NHS rät, zum Hausarzt zu gehen, wenn ein trockener Mund das Sprechen oder Essen erschwert, sich nach einigen Wochen Behandlung zu Hause oder mit Mitteln aus der Apotheke nicht bessert oder Sie vermuten, dass ein verordnetes Medikament die Ursache ist[7]. Sagen Sie es auch Ihrem Zahnarzt, damit die Vorbeugung verstärkt werden kann.
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft führen wir nur dringende Behandlungen durch, im zweiten Schwangerschaftsdrittel und mit Zustimmung Ihres Arztes. Ein Zahn, der eine Wurzelbehandlung braucht, wird zum Beispiel eröffnet, mit einer Einlage versorgt und mit einer provisorischen Füllung verschlossen; die endgültige Behandlung wird bis nach der Geburt verschoben.
Was wir behandeln und was wir überweisen
Ein guter Zahnarzt kennt die Grenzen seiner Praxis. So gehen wir mit den Erkrankungen auf dieser Seite und mit verwandten Problemen um:
| Situation | Was wir tun |
|---|---|
| Zahnfleischerkrankung, auch bei Patienten mit Diabetes | Wir behandeln sie in der Klinik |
| Patient mit Blutverdünner, der einen chirurgischen Eingriff braucht | Wir halten Rücksprache mit dem verordnenden Arzt und handeln erst nach seiner Zustimmung |
| Behandlung mit Bisphosphonaten | Rücksprache mit Ihrem eigenen Arzt; bis zu 5 Jahre nach intravenösen Bisphosphonaten keine chirurgischen Eingriffe im Mund |
| Herzerkrankung, die eine Prophylaxe erfordert | Vorbeugendes Antibiotikum vor dem Eingriff |
| Weiße oder rote Flecken im Mund | Überweisung an eine zahnmedizinische Fakultät einer Universität; Gewebeproben (Biopsien) entnehmen wir in der Klinik nicht |
| Verlagerter Weisheitszahn nahe am Nerv | DVT-Aufnahme; Fälle mit hohem Risiko überweisen wir vorzugsweise an eine zahnmedizinische Fakultät einer Universität |
| Kiefergelenkschmerzen (CMD) | Knirscherschiene oder Aufbissschiene, in der Klinik gefertigt, und Erklärung von Kieferübungen; fortgeschrittene Fälle überweisen wir zur Physiotherapie |
| Schwangerschaft | Nur dringende Behandlungen im zweiten Schwangerschaftsdrittel mit Zustimmung Ihres Arztes |
Protokoll der Ulubey Dental Clinic.
Wann Sie bald zum Zahnarzt sollten
- eine wunde Stelle im Mund, die länger als 3 Wochen besteht, anders aussieht als frühere oder blutet[9], oder einen weißen oder roten Fleck, der nicht verschwindet;
- freiliegenden Knochen im Kiefer oder Kribbeln, Taubheit oder ein Schweregefühl im Kiefer, während Sie ein knochenstärkendes Medikament einnehmen[5];
- eine Blutung nach einer Zahnbehandlung, die nach 30 Minuten Druck nicht aufhört[4];
- Zahnfleisch, das blutet, anschwillt oder zurückgeht, besonders wenn Sie Diabetes haben.
Eine Schwellung, die sich zum Auge oder Hals ausbreitet, Atem- oder Schluckbeschwerden, hohes Fieber oder eine nicht stillbare Blutung sind ein medizinischer Notfall: Notruf 112 in der Türkei und in Deutschland; ärztlicher Bereitschaftsdienst in Deutschland 116 117. Eine Routinefrage dazu, wie eine Erkrankung oder ein Medikament eine geplante Zahnbehandlung beeinflusst, kann bis zu Ihrem Termin warten; bringen Sie Ihre Medikamentenliste mit.
Häufig gestellte Fragen
Beeinflusst Diabetes Zähne und Zahnfleisch?
Ja. Diabetes und Parodontitis stehen in einer Wechselbeziehung: Menschen mit Diabetes und Zahnfleischerkrankung haben tendenziell höhere HbA1c-Werte, und Parodontitis ist mit einem höheren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden. Die Behandlung einer Zahnfleischerkrankung ist bei Menschen mit Diabetes sicher und senkte den HbA1c nach 3 Monaten um 0,27–0,48 %. Anhaltende Mundtrockenheit kann ebenfalls mit Diabetes zusammenhängen.
Brauchen Herzpatienten vor einer Zahnbehandlung Antibiotika?
Die meisten nicht. Die American Heart Association empfiehlt einen Antibiotikaschutz vor zahnärztlichen Eingriffen nur für Patienten mit dem höchsten Risiko einer infektiösen Endokarditis und betont eine gute Mundgesundheit für alle. Ihr Kardiologe kann Ihnen sagen, ob Sie zu dieser Gruppe gehören. In unserer Klinik erhalten Patienten, die eine Prophylaxe benötigen, vor dem Eingriff ein vorbeugendes Antibiotikum.
Sollte ich meinen Blutverdünner vor dem Zahnarztbesuch absetzen?
Nein, nicht eigenmächtig. SDCEP rät, Gerinnungshemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer für eine Zahnbehandlung nicht zu ändern, solange Ihr Arzt, Facharzt oder Zahnarzt es Ihnen nicht sagt. Sagen Sie Ihrem Zahnarzt, welches Medikament Sie einnehmen. Vor chirurgischen Eingriffen halten wir Rücksprache mit dem Arzt, der es verordnet hat, und handeln erst nach seiner Zustimmung.
Ist eine Zahnbehandlung sicher, wenn ich Bisphosphonate gegen Osteoporose einnehme?
Die meisten üblichen Zahnbehandlungen bergen ein sehr geringes Risiko. Die seltene Nebenwirkung am Kiefer, die MRONJ, hat bei Osteoporose-Behandlung ein Risiko von 1 zu 1.000 bis 1 zu 10.000 und ist nach Zahnentfernungen oder Implantaten höher, aber weiterhin gering. Nehmen Sie das Medikament weiter ein. Patienten mit Bisphosphonaten schicken wir zuerst zur Rücksprache zu ihrem Arzt, und bis zu 5 Jahre nach intravenösen Bisphosphonaten führen wir keine chirurgischen Eingriffe im Mund durch.
Welche Medikamente verursachen einen trockenen Mund?
Viele Medikamente führen Mundtrockenheit als Nebenwirkung auf; sehen Sie deshalb in der Packungsbeilage Ihres Medikaments nach. Auch eine Krebsbehandlung, Flüssigkeitsmangel, Mundatmung, Angst, Diabetes und das Sjögren-Syndrom können ihn verursachen. Ein trockener Mund macht Karies wahrscheinlicher. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne ärztlichen Rat ab; trinken Sie kleine Schlucke Wasser, verwenden Sie zuckerfreien Kaugummi und sagen Sie es Ihrem Zahnarzt.
Behandelt die Klinik Veränderungen der Mundschleimhaut wie weiße oder rote Flecken?
Wir untersuchen den Mund bei jedem Besuch, entnehmen in der Klinik aber keine Gewebeproben (Biopsien). Weiße oder rote Flecken, die abgeklärt werden müssen, überweisen wir an eine zahnmedizinische Fakultät einer Universität. Der NHS rät, bei einer wunden Stelle im Mund, die länger als 3 Wochen besteht, zum Zahnarzt oder Hausarzt zu gehen.
Quellen
- Sanz M, Ceriello A, Buysschaert M, et al. Scientific evidence on the links between periodontal diseases and diabetes: consensus report and guidelines of the joint workshop on periodontal diseases and diabetes by the International Diabetes Federation and the European Federation of Periodontology. J Clin Periodontol. 2018;45(2):138-149. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29280174
- Wilson WR, Gewitz M, Lockhart PB, et al. Prevention of viridans group streptococcal infective endocarditis: a scientific statement from the American Heart Association. Circulation. 2021;143(20):e963-e978. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33853363
- SDCEP. Anticoagulant or antiplatelet medication and your dental treatment: information for patients (2022; abgerufen am 25.10.2026). www.sdcep.org.uk/media/r3cjkyl5/sdcep-anticoagulant-or-antiplatelet-medication-and-your-dental-treatment.pdf
- SDCEP. Post-treatment advice for dental patients taking anticoagulant or antiplatelet medication (März 2022; abgerufen am 25.10.2026). www.sdcep.org.uk/media/bocnpjel/sdcep-post-treatment-advice-for-dental-patients.pdf
- SDCEP. Dental advice for patients prescribed anti-resorptive drugs for the treatment of osteoporosis or other non-malignant diseases of bone (Patientenmerkblatt; abgerufen am 25.10.2026). www.sdcep.org.uk/media/0fldawef/sdcep-mronj-information-for-osteoporosis-patients.pdf
- SDCEP. MRONJ information for patients prescribed anti-resorptive or anti-angiogenic drugs for cancer (Patientenmerkblatt; abgerufen am 25.10.2026). www.sdcep.org.uk/media/bdwo1l44/sdcep-mronj-information-for-cancer-patients.pdf
- NHS. Dry mouth (Seite zuletzt geprüft am 29.11.2023; abgerufen am 25.10.2026). www.nhs.uk/conditions/dry-mouth
- Schimmel M, Srinivasan M, McKenna G, Müller F. Effect of advanced age and/or systemic medical conditions on dental implant survival: a systematic review and meta-analysis. Clin Oral Implants Res. 2018;29 Suppl 16:311-330. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30328186
- NHS. Mouth ulcers (Seite zuletzt geprüft am 11.03.2024; abgerufen am 25.10.2026). www.nhs.uk/conditions/mouth-ulcers
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